Zwei Nominierungen zum Wissenschaftsbuch des Jahres

Gleich zwei Titel aus der Sachbuchwerkstatt sind auf der Nominierungsliste für das Wissenschaftsbuch des Jahres 2027 in Österreich.
In der Kategorie Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaften findet sich Wien ohne Juden. Die Metropole der Moderne als Laboratorium des Völkermords von Douglas Smith (Piper), übersetzt von Jörn Pinnow.
„Als Österreich 1938 dem Deutschen Reich „angeschlossen“ wurde, war Wien die zweitgrößte jüdische Stadt in Europa – ungefähr 200 000 Jüdinnen und Juden lebten hier. Nach Kriegsende waren es nur noch wenige Tausend. Anhand vieler, oft vergessener Zeugnisse von Opfern, Tätern und Zuschauern schildert Douglas Smith in diesem glänzend komponierten Buch die Geschichte jener fatalen sieben Jahre, in denen die Nazis unter lebhafter Beteiligung der Wiener Bevölkerung radikale antisemitische Maßnahmen erprobten, die sie dann auch anderswo anwendeten. Im Mittelpunkt steht die Krankenschwester Mignon Langnas, die während der gesamten Zeit in der Stadt blieb. Eine erschütternde historische Erzählung über den Zerfall zivilisatorischer Ordnung und die Auslöschung einer ganzen Welt.“ (Verlagstext)

Ebenfalls auf der Longlist, allerdings in der Kategorie Naturwissenschaft/Technik, ist Wunder der Nacht. Von Mondblumen, leuchtenden Pilzen, Salamandern und anderen Geschöpfen der Dunkelheit von Leigh Ann Henion (Klet-Cotta), aus dem Englischen übersetzt von Jörn Pinnow.
„Unser Verhältnis zu Dunkelheit ist ein zwiespältiges: Was dunkel ist, ist unberechenbar, manchmal bedrohlich. Doch Tiere, Pflanzen und Menschen brauchen die Dunkelheit zum Überleben. New-York-Times-Bestsellerautorin Leigh Ann Henion lädt uns ein, die unzähligen Wunder der Nacht zu entdecken, zu staunen und unsere Beziehung mit der Natur zu überdenken.“ (Verlagstext)

