M. Şükrü Hanioğlu: Atatürk – Visionär einer modernen Türkei.
Herder, Freiburg 2026
(Wiederveröffentlichung als Taschenbuch; erstmals veröffentlicht 2015)

Aus dem Englischen von Tobias Gabel.
Im Jahr 1923 wird Mustafa Kemal der erste Präsident der neu gegründeten Republik Türkei. Als Machtpolitiker und Symbolfigur eines neuen starken Nationalbewusstseins treibt er die Modernisierung seines Landes nach westlichem Vorbild voran. Er bricht mit alten Traditionen, schafft Sultanat und Kalifat ab, orientiert sich an europäischer Gesetzgebung und sorgt für die Gleichstellung der Frauen – Veränderungen, die ihm den Beinamen Atatürk (Vater der Türken) einbrachten und einen regelrechten Personenkult um ihn auslösten.
M. Sükrü Hanioglu legt eine tiefgehende Biografie dieses beeindruckenden Staatsmanns vor. Er zeigt, welche Strömungen und Ideen den Gründer der modernen Türkei beeinflussten, in welchem historischen Klima er lebte und wie er das Land von Grund auf veränderte. (Verlagstext, mehr Infos hier)
Das Leben Atatürks, als Geschichte seiner intellektuellen Prägungen erzählt
Der Untertitel des englischen Originals, An Intellectual Biography (Princeton UP, 2011), trifft ins Schwarze: Werdegang und Weltbild Mustafa Kemals, des späteren Staatsgründers Atatürk, werden in klaren Linien nachgezeichnet – von der Herkunftsstadt Saloniki in den Ersten Weltkrieg, vom Türkischen Befreiungskrieg nach Ankara und in die Regierungsverantwortung. Bis heute bleibt dieses Buch eines meiner absoluten Lieblingsprojekte als Übersetzer.
–T.G.
